Anka Zink hat viele Namen bekommen, seit sie deutsche Kabarettbühnen unsicher macht. "Powerfrau" wird sie vielleicht am häufigsten genannt, aber das ist ein so ausgelutschtes Wort. Am besten ist "Rheinischer Satansbraten". Das Rheinische kann man bei der Bonnerin nicht überhören, und den Satansbraten serviert sie genau so, wie er sein soll: deftig, reichhaltig, scharf gewürzt und knusprig. Wer sie trifft, wenn sie als Produzentin agiert - und sie hat schon einigen Nachwuchstalenten ebenso wie gestandenen Bühnenstars den besten Weg zur Pointe gewiesen - dann erlebt man einen gestandenen Profi der Kleinkunst, eine strenge Lehrmeisterin, die genau weiß, wo der Witz trifft und wo er daneben geht. Anka Zinks Solo-Seite dagegen ist vollkommen entspannt, als wären ihr die Geschichten, die sie so erzählt, gerade eben eingefallen. Sie kann's eben.

Sie ist an einem Karnevalssonntag geboren. Klar. In Bonn. Auch klar. Und irgendwie muss Anka immer schon zum Lachen gewesen sein. Der Ulk nistet in ihren Augen, da half auch kein Klosterinternat. Und selbst das Soziologiestudium als Stipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung bei Niklas Luhmann in Bielefeld konnte ihr den Humor nicht nehmen. Als Uni-Lehrkraft machte sie wohl unbewusst das Pult zu ihrer Bühne. Als die Diplomsoziologin eine Freundin zu einen Casting in Bonn begeleitet, machte sie spontan als Kandidatin mit. Bill Mockridge, heute Stammspieler bei der "Lindenstraße"/ARD, hieß der Theaterdirektor, dem vorzusprechen war.

  Anka Zink bestand, und zählte zum erlauchtem Komikerkreis (z.B. Dirk Bach, Bernhard Hoecker), der das "Springmaustheater" aus der Taufe hob. Anka Zink verabschiedete sich von der Universitätskarriere, aber ihre akademischen Organisationsfähigkeiten sorgten für Professionalität im Büro des Improvisations-Ensembles. Als die Mäuse die Erfolgstreppe heraufsprinteten, wechselte Anka auf die Anfrage von Lore Lorenz nach Düsseldorf an s "Kom(m)ödchen" , wo sie sich mit Harald Schmidt und Volker Pispers die Bühne teilte. Das absehbare Ende des klassischen deutschen Ensemblekabaretts, im Umfeld der auch die Kleinkunstszene umkrempelnden Wiedervereinigung, ermunterte Anka Zink,
die von 1985-92 sieben Bühnenrevuen mit produzierte, sich als Solistin zu profilieren. Der Zink' sche Pointensound mit Rheinischem Grundbass, beißender Selbstironie und Witz auf Augenhöhe des Alltagslebens fand rasch breiten Anklang. Eine Frau in den besten Jahren, kokett in trashiger Weibchen-Kluft mit Boa und Tigermuster- das gab es bisher noch nicht, und hatte das Potential zur "Ikone". Zink aber hob nicht ab, auch als das Fernsehen sie entdeckte. Neben ihrer Solo-Karriere brachte sie in Bonn mit ihren Springmaus-Erfahrungen das junge Impro-Theater "Frizzles" auf den Weg, aus dessen Talentpool beispielsweise Mirja Boes ("Angie"/RTL) oder Sascha Korf ("Quatsch-Comedy-Club"/RTL) stammen.

 



Anka Zink ist neben einigen Kurzauftritten als TV-Schauspielerin Stammgast in allen großen Comedy-Shows ("Blond am Freitag"/ZDF, "7 Tage 7 Köpfe"/Pro7"Genial daneben"/Sat1). Götz Alsmann testete Zink auf ihre Alltagstauglichkeit bei "Zimmer frei"/WDR. Als gefragter Talkgast kann man Anka Zink und ihre süffisanten Bemerkungen beim "Kölner Treff"/WDR, bei "Ottis Schlachthof"/BR oder in Kurzinterviews Zip/rbb wie bei der erleben. Regelmäßig produziert Anka Zink Glossen und Features für den Hörfunk des WDR. In der prominent besetzten Vertonung des Mittelalter-Thrillers "Tod und Teufel" (u.a. Anke Engelke, Cordula Strahtmann,
Walter Bockmayer) von Bestsellerautor Frank Schätzing gab Zink als Blihildis von Overstolz die Mutter von Mario Adorf (Johann Overstolz).

Die Coaching-und Regie-Qualitäten von Anka Zink sind neben ihren eigenen Auftritten inzwischen ein fixes Standbein der Vertreterin der Sparte "social comedy", wie man das Zink' sche Kabarett mit Comedy-Elementen in den USA nennt. Der "Focus" schilderte 2006 Anka Zink mit Flipchart als Details besessene Humor-Dozentin beim Sketschtraining. Fernsehlegende Rudi Carell hatte die Bonnerin sofort als Dozentin engagiert. Unter anderem Mario Barth , Ralf Schmitz, Arnd Cremer oder Johannes Flöck sind der Zink' schen Schule entsprungen. Sogar Privatfirmen holen sich regelmässig das Fachwissen von Zink in Sachen Motivation und Promo-Aktionen ins Haus.

Die Kabarett-Solistin Anka Zink kann inzwischen auf acht Programme zurückschauen:

1991: Alle Männchen werden prüder
1994: Da gehen wir hin 1996: Adam - ein Abend für Optimisten
1998: Luxus-Damensolo in Rot
2000: Zink positiv
2003: Zink of me
2005: Zink wirkt zuverlässig
2007: Wellness für alle

 

 

 

Kontakt Impressum